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Erendiz Journal · Menschen & Landschaft

Der nächste Griff liegt näher, als man denkt.

Über Florians Leidenschaft fürs Klettern, die Felsen rund um Kemer und eine Idee, die mit guten Fragen beginnt. Zwischen Geyikbayırı und Olympos möchten wir Menschen zusammenbringen, die mehr in dieser Landschaft sehen.

Erendiz Redaktion · Recherche vom 10. Oktober 2026 · ca. 12 Minuten

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Zwei Kletterer an einer steilen Felswand, aufgenommen für das persönliche Erendiz-Bildarchiv.
Aus dem persönlichen Erendiz-Bildarchiv. Der genaue Aufnahmeort ist noch nicht zugeordnet.
Markanter Felsturm mit Bäumen unter blauem Himmel; Erendiz-Bildarchiv.
Aus dem persönlichen Erendiz-Bildarchiv. Der genaue Aufnahmeort ist noch nicht zugeordnet.

Florians Verbindung zum Fels

Wer bei Kemer zuerst an Strand und Meer denkt, liegt richtig. Aber die Berge stehen hier so dicht hinter der Küste, dass der Blick fast von selbst nach oben wandert. Für Florian ist das mehr als eine schöne Aussicht: Er ist selbst passionierter Kletterer und hat früher auch Anfängerkurse gegeben. Die Freude daran, eine Bewegung zu verstehen und sich Schritt für Schritt an den Fels heranzutasten, gehört zu seiner eigenen Geschichte.

Diese Erfahrung möchten wir im Erendiz wieder stärker sichtbar machen. Dabei geht es um einen Ort, an dem Kletterer ins Gespräch kommen, sich über die Region orientieren und ihren Aufenthalt passend planen können. Florians frühere Kurse sind Teil dieses persönlichen Hintergrunds. Ein heute buchbares Kursprogramm ergibt sich daraus nicht automatisch; Anleitung und Begleitung müssen konkret mit einem geeigneten Anbieter vereinbart werden.

Auch unser Haus hat sich immer wieder verändert. 1984 haben wir das Grundstück gekauft, 1986 eröffnet. Aus der Erendiz Ranch mit 16 Pferden entwickelte sich im Laufe der Zeit das Gartenhotel. Um das Jahr 2000 richteten wir uns neu aus, als die Nachbarschaft dichter wurde. Die Verbindung zur Landschaft blieb. Klettern passt zu dieser Geschichte: hinausgehen, einen Ort kennenlernen und am Abend in den Garten zurückkommen.

Kemer als Ausgangspunkt

Geyikbayırı bei Antalya und Olympos südlich von Kemer gehören zu den bekannten Kletteradressen der Region. Kemer liegt im Küstenraum dazwischen. Das eröffnet eine reizvolle Art des Urlaubs: verschiedene Gebiete entdecken und denselben Ausgangspunkt behalten. Es bedeutet allerdings auch Anfahrten. Wer jeden Morgen zu Fuß an denselben Sektor möchte, plant anders als jemand, der Klettern mit Meer, Ausflügen und einem Aufenthalt im Gartenhotel verbinden will.

Der Vorteil von Kemer ist aus unserer Sicht die Mischung. Manche Mitreisende wollen an den Fels, andere lieber wandern, schwimmen oder eine antike Stadt besuchen. Eine gemeinsame Unterkunft kann diese Wünsche zusammenbringen. Entscheidend ist, die Tage realistisch zu planen: Ein weiter entferntes Gebiet bekommt einen ganzen Tag, ein Ruhetag bleibt frei, und ein lokaler Hinweis wird erst nach Rücksprache zur konkreten Tour.

Darum verspricht unser Gebietsführer keine festen Fahrzeiten oder einen täglichen Shuttle. Für die Planung zählen der tatsächliche Sektor, Verkehr, Zufahrt und Zustieg. Busverbindungen entlang der Küste helfen bei der Orientierung; den letzten Weg zur Wand ersetzen sie nicht in jedem Fall. Unser Busführer ergänzt die Reiseplanung, während die genaue Anfahrt zum Klettern separat geklärt wird.

Karataş und die sächsischen Erschließer

Karataş besitzt eine dokumentierte Klettergeschichte. Der digitalisierte kleine Kletterführer von Helmut Paul und das im März 2001 aktualisierte Wegeverzeichnis beschreiben sieben Gipfel mit zahlreichen Linien. Dazu gehören Bayrak, Küçük und Büyük Karakule, Küçük und Büyük Karataş, Korsan und Para Torba. Das ist eine wesentlich konkretere Grundlage als die kurzen touristischen Beschreibungen der markanten Felsen zwischen Kemer und Çamyuva.

Ein zeitgenössischer Bericht von Karlheinz Bardoux, veröffentlicht im Mitteilungsblatt des Sächsischen Bergsteigerbundes im Juni 2000, nennt Helmut Paul und Manfred Vogel als die damals aktivsten Erschließer. Hier findet sich also die Verbindung zur sächsischen Kletterszene. Der Bericht beschreibt eigene Begehungen und vorhandene Bohrhaken. Karataş pauschal als ausschließlich traditionell abgesichertes Gebiet darzustellen, wäre deshalb falsch.

Im Wegeverzeichnis stehen beispielsweise die Ostwand am Bayrak mit UIAA IV+ und 35 Metern, die Schwarze Rampe am Büyük Karataş mit UIAA III+ und 110 Metern in vier Seillängen sowie dessen Südostpfeiler mit UIAA V und 155 Metern in sechs Seillängen. Es sind historische Führerangaben. Sie zeigen, welche Vielfalt hier bereits erschlossen wurde, sagen aber nicht, in welchem Zustand Haken, Abseilpunkte oder Zugänge heute sind.

Inzwischen liegen uns auch fotografierte Seiten eines gedruckten Karataş-Kapitels vor. Sie unterscheiden zehn Sektoren: Zu den großen Türmen kommen kleinere Felsen wie Aydıntepe, Kara Blok und Taşbaba. Die Nummerierung reicht bis 65, schließt aber Projekte und Varianten ein. Sie darf deshalb nicht als Zahl aktuell nutzbarer Routen gelesen werden. Die Sektoren und ausgewählte Beispiele ergänzen jetzt unseren praktischen Kletterführer.

Die Buchseiten zeigen zugleich, wie wichtig der Vergleich ist. Beim Leichten Weg am Korsan steht in der Tabelle 5a, an der eingezeichneten Linie 5b. Auch andere Einträge weichen zwischen Bild und Tabelle ab. Titel, Ausgabe und Erscheinungsjahr des Buchs sind noch offen. Wir führen diese Angaben getrennt vom Verzeichnis von 2001 und machen die Unterschiede sichtbar, statt scheinbar eindeutige Grade daraus zu bilden.

Für uns beginnt eine sinnvolle Weiterentwicklung deshalb mit dieser vorhandenen Geschichte: Erstbegeher würdigen, Topos und spätere Ergänzungen zusammentragen und die Angaben mit Ortskundigen prüfen. Auf unserer Kletterseite machen wir das historische Verzeichnis lesbar. Routenlinien auf Fotos ergänzen wir erst, wenn Fels, Blickrichtung und Linienführung eindeutig zugeordnet sind. Eine überzeugende Zeichnung allein wäre am Fels keine Hilfe.

Quellen: Helmut Paul: Karataş-Kletterführer, digitalisiertes Manuskript · Karataş: Wegeverzeichnis, Stand März 2001 · Karlheinz Bardoux: Klettern in der Türkei, SBB Juni 2000

Markanter Felsturm mit Bäumen unter blauem Himmel; Erendiz-Bildarchiv.
Aus dem persönlichen Erendiz-Bildarchiv. Der genaue Aufnahmeort ist noch nicht zugeordnet.

Çalıştepe und Beycik

Auch Çalıştepe lässt sich konkreter fassen. Neben der Darstellung des örtlichen Anbieters Engin Türker führt die Kletterdatenbank Lezec einzelne Routen in den Sektoren Club Med, Gym sector, Lycian, Left Cave, Right Cave und Lighthouse auf. Darunter stehen Lycian Way L1 mit französisch 5b, Precious mit 5c und die nach Helmut Paul benannte Route mit 7b. Das belegt veröffentlichte Routeneinträge, ersetzt jedoch keine Vor-Ort-Prüfung.

Die Datenbank ist zugleich ein Beispiel dafür, weshalb wir Zahlen sorgfältig behandeln: Die Summen im Beschreibungstext passen nicht vollständig zu den darunter sichtbaren Sektor- und Routeneinträgen. Wir übernehmen deshalb ausgewählte, zuordenbare Angaben und verlinken die Quelle. Engin Türker beschreibt auf seiner eigenen Website neue Routen am Çalıştepe. Für eine Initiative in Kemer ist das ein guter Grund, vorhandene lokale Arbeit zuerst kennenzulernen und einzubeziehen.

Beycik ergänzt den Blick ins Hinterland. Der regionale Fachüberblick beschreibt dort schattiger orientierte Kalkwände und überwiegend leichte bis mittlere Sportkletterrouten. Die konkrete Eignung hängt trotzdem vom Sektor und den aktuellen Bedingungen ab. Für eine abwechslungsreiche Reise lohnt es sich, Beycik neben den großen Namen auf der Liste zu haben.

Quellen: Climbing Kemer: Engin Türker und Çalıştepe · Lezec: Çalış Tepe / Kemer mit einzelnen Routeneinträgen · Climb Europe: regionaler Kletterführer-Überblick

Die Canyons richtig einordnen

Bei einer Recherche über Kemer taucht schnell das Wort Canyon auf. Gemeint sein können sehr unterschiedliche Orte und Aktivitäten. Kesme Boğazı liegt im Hinterland bei Kuzdere, Göynük weiter nördlich. Beide gehören in eine gute Übersicht der Region. Sie als austauschbare Klettergebiete zu behandeln, würde jedoch mehr Verwirrung schaffen als Orientierung.

Für Kesme Boğazı finden sich Beschreibungen als Natur- und Outdoorziel. Eine aktuelle, belastbare Liste frei zugänglicher, eingebohrter Sportkletterrouten konnten wir in den geprüften öffentlichen Quellen nicht belegen. Das ist eine offene Recherchefrage, kein Urteil darüber, ob dort geklettert wird. Wer einen Sektor, ein Topo oder die Erschließer kennt, kann helfen, diese Lücke zu schließen.

Eine historische Spur reicht weiter: Karlheinz Bardoux berichtet 2000 von der Begehung eines etwa 100 Meter hohen Kalkpfeilers am nördlichen Ende einer Wand des Güzel Katran über der von ihm so genannten Climax-Schlucht. Das ist ein konkreter Kletterbericht aus dem Hinterland. Ob sich diese Linie einem heute gebräuchlichen Sektor zuordnen lässt, muss noch vor Ort beziehungsweise anhand weiterer Führer geklärt werden.

Beim Göynük Canyon sind Angebote wie Body-Rafting, Canyoning und Zipline direkt beim Betreiber dokumentiert. Das macht ihn zu einer interessanten Ergänzung für einen aktiven Urlaub. Es ist aber ein anderes Angebot als Seilklettern an einer Sportkletterroute. Auch die touristische Canyonstrecke ist nicht mit einer eigenständigen technischen Schluchtendurchquerung gleichzusetzen. Zugang, Wetter und Wasserbedingungen gehören jeweils in die aktuelle Abstimmung.

Quellen: Life Kemer: Naturaktivitäten · Göynük Canyon: Angebot des Betreibers · Landratsamt Kemer: Göynük Kanyonu · Karlheinz Bardoux: Klettern in der Türkei, SBB Juni 2000

Ein Klettertag in Geyikbayırı

Geyikbayırı ist für viele Kletterreisende der erste Name, den sie mit Antalya verbinden. Das dortige JoSiTo Camp beschreibt mehr als tausend Routen unterschiedlicher Schwierigkeiten und Stile. Noch wichtiger als diese Größenordnung ist für die Urlaubsplanung die gewachsene Infrastruktur aus Camps, lokalen Kontakten und Menschen, die sich um das Gebiet kümmern.

Von Erendiz aus wird daraus ein Ausflugstag mit bewusst eingeplanter Anfahrt. Das passt besonders gut, wenn ihr verschiedene Orte kennenlernen möchtet. Für einen Aufenthalt, der ausschließlich einem Projekt in Geyikbayırı gewidmet ist, kann eine Unterkunft unmittelbar am Fels praktischer sein. Wir möchten euch die passende Reise ermöglichen und die Entfernungen ehrlich darstellen.

Für Kemer lässt sich hier etwas lernen: Eine Kletterszene entsteht nicht allein durch neue Linien. Menschen bleiben länger und kommen wieder, wenn sie verlässliche Informationen finden, sich austauschen können und merken, dass das Gebiet gepflegt wird. Diese alltägliche Arbeit ist weniger spektakulär als ein Foto im Überhang, trägt aber einen großen Teil der Qualität.

Quellen: JoSiTo: Klettern in Geyikbayırı

Olympos und Çıralı

Südlich von Kemer verändert sich der Rhythmus. Olympos verbindet Fels mit einer Küstenlandschaft, die sich gut in einen abwechslungsreichen Urlaub einfügt. Die örtliche Tourismusquelle beschreibt Kalkkletterei von Platten bis zu überhängenden Formen. Anbieter wie Olympos Climbing führen Kurse und Ausrüstungsangebote auf. Welche Leistungen tatsächlich verfügbar sind, wird für den gewünschten Termin direkt geklärt.

Das benachbarte Çıralı taucht ebenfalls in regionalen Kletterübersichten auf. Für die Tagesplanung sollte man Olympos und Çıralı trotzdem nicht als einen einzigen Parkplatz behandeln. Entscheidend ist der konkrete Sektor und sein Zugang. Archäologische Bereiche, Strand und Kletterfelsen sind unterschiedliche Ziele mit jeweils eigenen Bedingungen.

Ein schöner Aufenthalt muss nicht jeden Tag die größtmögliche Zahl an Routen ergeben. Manchmal reicht ein gut gewählter Klettertag, gefolgt von einem freien Tag am Meer. Gerade für Paare oder Freundesgruppen mit verschiedenen Interessen macht diese Verbindung den Süden von Kemer interessant.

Quellen: Visit Kemer: İkiz Kayalar / Karataş und Olympos · Olympos Climbing: Kurse und Ausrüstung · Climb Europe: regionaler Kletterführer-Überblick

Kletterer zwischen großen Felsblöcken; Erendiz-Bildarchiv.
Aus dem persönlichen Erendiz-Bildarchiv. Der genaue Aufnahmeort ist noch nicht zugeordnet.

Neue Sektoren, offene Fragen

Die regionale Entwicklung ist keineswegs abgeschlossen. Auf der Website von Bolting Antalya finden sich Meldungen zu einem neuen Sektor in Çitdibi und zur Erneuerung vorhandener Routen in Olympos und Geyikbayırı. Ein anderer Beitrag nennt ausdrücklich den Jahresbeginn 2026. Die eingebetteten Meldungen zu Çitdibi tragen in der ausgelesenen Ansicht jedoch kein eindeutig zuordenbares Veröffentlichungsdatum. Wir können daraus kein aktuelles Eröffnungsdatum und keinen abgeschlossenen Zustand ableiten.

Çitdibi selbst wird im regionalen Fachüberblick als anspruchsvolleres Gebiet mit stark überhängenden Linien beschrieben. Es gehört für erfahrene Kletterer in den weiteren regionalen Blick. Für die Frage nach neuen Möglichkeiten ist aber vor allem interessant, dass dort aktive Erschließung und Pflege zusammengedacht werden.

Für ein neues kommunales Kletterprojekt in Kemer mit veröffentlichtem Zeitplan und bestätigter Freigabe haben wir in den geprüften Quellen keinen belastbaren Nachweis gefunden. Unsere eigene Idee steht deshalb ausdrücklich am Anfang. Wir möchten Erfahrungen sammeln, Kontakte zusammenbringen und mit der Gemeinde besprechen, was sinnvoll sein könnte. Ein fertiger Kletterpark oder genehmigte neue Routen sind damit nicht angekündigt.

Quellen: Bolting Antalya: Meldungen und neue Sektoren · Climb Europe: regionaler Kletterführer-Überblick

Was Kemer weiterbringen könnte

Der erste Schritt wäre aus unserer Sicht eine gemeinsame Bestandsaufnahme. Lokale Kletterer, Erschließer und Anbieter kennen oft Dinge, die online fehlen: gebräuchliche Namen, alte Linien, veränderte Zustiege oder Eigentumsfragen. Diese Informationen in einem kleinen, gepflegten Verzeichnis zusammenzuführen, könnte Gästen schon helfen, bevor ein einziger neuer Haken gesetzt wird.

Danach braucht es eine Auswahl. Welche Bereiche eignen sich überhaupt für mehr Besuch? Wo müssen Natur, Anwohner oder bestehende Klettertraditionen Vorrang haben? Wo wäre die Pflege vorhandener Routen sinnvoller als eine Erweiterung? Die UIAA und der Deutsche Alpenverein behandeln in ihrem 2025 veröffentlichten Leitfaden ausdrücklich auch Naturschutz und Kletterethik. Für eine Hotelinitiative heißt das: Die technischen und örtlichen Entscheidungen gehören in erfahrene Hände.

Ein möglicher kleiner Pilot sollte erst nach Klärung von Zustimmung, Zuständigkeiten und fachlicher Eignung beginnen. Dazu gehören eine nachvollziehbare Dokumentation, ein benannter Ansprechpartner für Zustandsmeldungen und die Frage, wer sich später kümmert. Ein Eröffnungstag ist schnell organisiert; der dauerhafte Aufwand beginnt danach.

Auch ohne Erschließung kann Erendiz beitragen. Wir können Fragen von Gästen sammeln, unterschiedliche Informationsstände sichtbar machen und mit unseren Kontakten zur Gemeinde ein Gespräch anstoßen. Als nächste sinnvolle Verbesserungen sehen wir verständliche Hinweise zu Anfahrt und Zustieg, verlässliche Kontakte für Einsteiger und einen Austausch über die Nebensaison. Ob daraus gemeinsame Aktionen, Unterstützung bei der Pflege oder ein lokales Treffen entstehen, soll mit den Beteiligten entschieden werden.

Öztürk Kayıkçı beschreibt in seinem Bericht über Bolting Antalya, wie wichtig freiwillige Arbeit, transparente Verwendung von Material und regelmäßige Unterstützung sind. Das ist für uns ein besserer Maßstab als eine möglichst hohe Zahl neuer Routen. Eine Initiative wäre dann gelungen, wenn Gäste sich besser orientieren können, lokale Fachleute einbezogen sind und die Felsen langfristig respektvoll genutzt werden.

Quellen: UIAA und DAV: Leitfaden für Bohrhaken, 22. Mai 2025 · Öztürk Kayıkçı: To Bolt Or Not To Be · Bolting Antalya: Mitarbeit und Routenpflege

Erfahrung einbringen

Ihr habt Erfahrung im Erschließen oder Sanieren von Kletterrouten? Ihr kennt Karataş, Çalıştepe oder einen Sektor im Canyon aus eigener Arbeit? Dann möchten wir euch kennenlernen. Ebenso willkommen sind Hinweise auf vorhandene Topos, regionale Ansprechpartner oder dokumentierte Einschränkungen. Gute Informationen können genauso hilfreich sein wie praktische Mitarbeit.

Schreibt uns bitte, welche Erfahrung ihr mitbringt, welche Gebiete ihr kennt und wann ihr in Kemer seid. Wir sammeln zunächst Interessen und Hinweise. Gemeinsam mit örtlichen Fachleuten möchten wir daraus einen realistischen nächsten Schritt entwickeln. Neue Bohrarbeiten setzen die erforderliche Zustimmung, abgestimmte Zuständigkeiten und eine fachliche Prüfung voraus; dieser Aufruf ist keine Erlaubnis, eigenständig Routen einzurichten.

Florian bringt seine persönliche Begeisterung für das Klettern ein, Erendiz den Ort für Gespräche und unsere Kontakte vor Ort. Was daraus wächst, soll zu Kemer passen. Für den Anfang freuen wir uns über Menschen, die Fragen stellen, Wissen teilen und Lust haben, gemeinsam sorgfältig hinzusehen.